Darbietung 2019

Saya und traditionelle Lieder waren und sind eine der Möglichkeiten, für die Afrobolivianer ihre Geschichte zu erzählen und ihre Kultur zu bewahren. Chicaloma und andere kleine Ortschaften in den Yungas wurden zur Heimat für viele nach Bolivien verschleppten Afrikaner die zuvor als Sklaven in den Silberminen Potosis arbeiten mussten. Die klimatischen und die harten Arbeitsbedingungen dezimierten sehr schnell die Anzahl der Sklaven, so dass die Besitzer diese in Regionen mit besseren klimatischen Bedingungen umsiedelten um sie weiterhin als Arbeitskräfte in den Coca- Plantagen ausbeuten zu können.

So wurde die Region des Yungas zum Lebensraum der Nachfahren der Afrikaner die Generation über Generation für mehr als 5 Jahrhunderte das Joch der Sklaverei mit den Aymara, Quechua, Guarani und andere ausgestorbene ethnische Gruppen teilten.

Ihre Kultur hat sich stark mit der indianischen vermischt und so sprechen die Afro-Bolivianer heute auch nur mehr Spanisch oder Aymara, eine der dominanten Sprachen dieser Region. Am stärksten präsent ist der afrikanische Ursprung dieser Kultur in den Rhythmen der Tänze und Lieder, die meist nur mit Trommeln begleitet werden.

Mit der Saya haben sie sich Gehör verschafft und die Anerkennung als Mitglieder der bolivianischen Gesellschaft gefordert. Was mit einigen musikalischen Gruppen begann, die auf den Straßen spielten, wurde zu einer sichtbaren Bewegung, die mehrere sozialpolitische Veränderungen erreicht hat und sich im langen Kampf um die Gleichberechtigung in Bolivien und die Anerkennung in der ganzen Welt fortsetzt.

Wir sind hier: Eine Geschichte der Afrikastämmige Boliviens